Freitag, 29. April 2016
noch immer in China
Willkommen zurueck bei leben in Jinan, leben in Shanghai, 10 Jahre China.
Asmus
Freitag, 19. Juli 2013
Hong Kong ist auch ganz schön
Was ist den so passiert in Shanghai (SH) und meinem Architektenleben?
Beides habe ich vorerst an den Nagel gehängt.
Vor eineinhalb Monaten habe ich mein altes Office verlassen und meine Wohnung gekündigt und habe mich auf nach Hong Kong gemacht. Und hier bin ich nun.
Fernab von jeglicher Internetzensur und dem shanghaier Grossstadtgewusel sitze ich hier auf meiner Insel und plane mein Leben nach SH.
Obwohl Hong Kong (HK) viel internationaler ist als SH gibt es hier viel weniger Ausländer und damit auch viel weniger ausländische Lebensmittelwaren. Zumindest was europäische Waren betrifft. Konnte ich in SH noch zwischen 3-4 verschiedenen Müsliherstellern waehlen bin ich in HK schon froh überhaupt ein richtiges Müsli gefunden zu haben. Und Milch gibt es hier aus allen herren Ländern (Japan, Neuseeland, Australien, HK(?) ... ) aber chinesische und deutsche Milch ist nicht vertreten. Nicht das ich deutsche Milch kaufen würde aber auch da hat man in SH die Auswahl zwischen verschiedenen Herstellern aus D. Und warum gibt es hier eigentlich keine chinesische Milch. Fuer einen Liter Milch zahlt man hier ca. 2,20 euro, in SH waren es nur 1,40 euro.
Ich werde wohl in einigen der nächsten Einträge immer mal wieder kleine SH/ HKVergleiche unterbringen, denke das es ganz interessant sein kann. Kommentare dazu erwünscht :-)
Ok, es gibt ja aber auch schöne Seiten in HK.
So habe ich es 10 Gehminuten von meiner Wohnung zum weissen Palmenstrand. Selbst wenn es regnet ist es im Sommer nie unter 20 Grad kalt/warm. Hongkonger sind sehr offene Menschen und die meisten sprechen zumindest ein wenig englisch, was das Leben natürlich einfacher macht. Allerdings hilft das nicht wirklich beim Lernen von chinesisch.
Aber da vom Rumsitzen und Gedanken machen auch kein neuer Job vom Himmel fällt werde ich mich mal wieder an meine Bewerbungen machen. Denn am Ende ist HK ein sehr teures Pflaster und das Leben hier will bezahlt sein. Sollte also noch jemand einen Tip zur Jobsuche für Architekten haben bin ich für Hinweise sehr dankbar.
Ich war im übrigen am überlegen ob ich für HK wieder einen neuen Blog anfangen sollte. Habe mich aber dagegen entschieden. Ich werde stattdessen einen Zusatz in dem Titel unterbringen und hoffe auch weiterhin einige Leser zu erreichen.
Lieben Gruss aus Hong Kong,
Asmus
Freitag, 29. März 2013
Yoga in Shanghai und Fruehling
habe gerade mal geschaut wie viele Leute eigentlich so meinen Blog lesen und ich finde das ueber 6000 klicks schon eine ganze Menge sind in 5 Jahren (durchschnittlich 1200 Leser pro Jahr oder 3,.. pro Tag).
Hier also mal wieder ein wenig aus meinem Leben in Shanghai.
Als Architekt - ne, da gibt es eigentlich nichts Neues. Naja, zumindest noch nichts neues.
Vielleicht was Altes fuer neue Leser. Seit ueber drei Jahren schon veranstalte ich ein monatliches Event namens "ARCDES". Ich lade dazu regelmaessig kreative Menschen ein sich gegenseitig auszutauschen. Und das mit wachsenem Erfolg. Hm, ich sollte mal schauen ob sich damit nicht langsam Geld verdienen laesst. Fuer alle hier noch der Link zu unserer offiziellen Website: www.arcdes-china.com
Und was hat das nun mit Yoga zu tun?
Gar nichts. Deswegen nun zum Thema.
Draussen scheint die Sonne und der Fruehling kehrt langsam aber sicher nach Shanghai zurueck.
Und seit einem halben Jahr mache ich hier regelmaessig Yoga. Jaja, nach TaiChi, Marathon, Klettern ... warum nicht mal Yoga. Ist im uebrigen gar nicht nur was fuer Frauen, auch wenn ich eigentlich fast ausschliesslich Mitstreiterinnen habe.
Mit dem Yoga habe ich so viel Spass das ich doch gleich mal eine kleine online Community fuer Yoga gegruendet habe. Wer sich also mal mit Yoga beschaeftigen moechte und dabei auch direkt den Weg nach Asien sucht ...
Schau doch einfach mal bei www.yogafriends.asia vorbei. Noch ist das Netzwerk eine Mininetwerk. Aber jeder faengt mal klein an und auch Yoga beginnt, oh Wunder, mit dem ersten Schritt.
In diesem Sinne, ein gruss an die Sonne und alle Leser und Leserinnen.
Namaste,
Asmus
Montag, 14. Januar 2013
Happy 2013
So in etwa koennte auch meine Geschichte hier in China beginnen.
Nun bin ich schon seit 2008 in Shanghai und habe viel erlebt. Habe viele beruflich auf und ab gesehen. Das Leben in China kann aufregend sein - aber auch nervig.
Am nervigsten ist es aber in einem China zu leben welches nur auf Profit ausgelegt ist. Ich lese immer wieder in deutschen Nachrichten ueber die Internet zensur in China, auch auf deutschen Nachrichten Sendern wie Tagesschau welche ja eine Reporterin vor Ort haben. Das diese ganze Zensur allerdings nichts mit der Politik zu tun hat sondern ausschliesslich kommerziell bedingt ist schreibt niemand. Ich moechte es nun heute einmal tun.
Bis zum heutigen Tag habe ich mich strickt geweigert mit einem Proxy oder VPN zu arbeiten denn fuer einen Blog wie diesen gibt es auch andere Weg um ihn zu nutzen. Aber ... bei meiner Arbeit bin ich nun auch mal auf die Internetsuche angewiesen ... seit kurzem ist Google aber so langsam geworden das es einfach keinen Spass macht (andere Suchmaschinen sind auch nicht besser)
Wie komme ich nun aber darauf das die Zensur hier einen kommerziellen Hintergrund hat?
Die chinesische Firewall kann so ziemlich alles blockieren und da will mir jemand weismachen das ausgerechnet die Worter Proxy und VPN nicht gesperrt sind? Also genau die beiden Tools welche die boesen westlichen Kraefte in China nutzne koennten um das System umzustuerzen?
Fuer einen guten VPN service zahlt man ca 10 euro pro monat, das ist eine Menge Geld in China. Aber so einen VPN kann man ohne jegliche Zensur auf seinen PC laden und nutzen. Ich tue dies gerade in diesem Moment. Denn Geld hin oder Zensur her - ich habe einfach die Nase voll dummen Geschichten auf tagesschau.de und aehnlichen wo ueber angebliche Zensur in China geschrieben wird.Reporter die sich von der Zensur beeintraechtigt sehen sollten ihre Hausaufgaben machen und endlich auf den neusten Stand der Technik kommen.
Ja, es wird zensiert - aber auch ja - Chinesen sind nicht dumm und kennen auch Proxy und VPN, und sie nutzen es auch fleissig.
In diesem Sinne. Allen ein freies und unhabhaengiges Jahr 2013 - ohne Zensur und Grenzen. Wenn auch nur mit technischen Hilfsmitteln ;-)
Euer Asmus
Donnerstag, 29. März 2012
Mario Botta
Eigentlich wollte ich gegen Mittag mein neues Visa abholen damit ich
auch 2012 aus China aus- und einreisen kann wie ich moechte.
Aber kurz vor Mittag kam mein Teamchef zu mir und gab mir ein Ticket
fuer die Tongji Universitaet. Er hatte leider keine Zeit und ich koennte
mit einigen anderen Teamchefs dort heute Nachmittag hin. Niemand konnte
mir genau sagen was genau dort statt finden sollte. Es stand nur der
Name Mario Botta ganz gross auf dem Ticket. Ob es aber eine Ausstellung
ist, ein Vortrag ueber ihn, oder aber Herr Botta selbst da sein wuerde
... ich wuesste es nicht.
Anmerkung: Mario Botta, Jahrgang 1943, aus der italienischen Schweiz,
Architekt.
Kurz vor 2:00 Uhr waren meine Kollegen und ich an der Uni im Audimax.
Und tatsaechlich, heute war Mario Botta selber in SH und hat einen
Vortrag ueber seine Architektur und seine Ideen gehalten.
Nun kann man Botta moegen oder auch nicht. Bekanntlich laesst sich ueber
nichts so gut streiten wie ueber Geschmack. Ich persoenlich finde seine
Architektur interessant und manche Gebaeude einfach grossartig.
Was mich aber heute am meisten ueberraschte war die Sprache.
Also die Sprache um mich herum. Denn - Herr Botta spricht italienisch
(ich nicht) und uebersetzt wurde natuerlich in chinesisch (welches ich
fast so schlecht verstehe wie italienisch). Und dennoch - ich konnte
fast alles von Herrn Botta verstehen. Die europaeischen Sprachen sind
halt doch sehr aenlich. Und viele Fachbegriffe in der Architektursprache
stammen aus dem Lateinischen. Herrlich. Und es hat spass gemacht in
einem Hoersaal zu sitzen wo nicht ein Wort deutsch oder englisch
gesprochen wurde und dennoch konnte ich immer eine Minute vor allen
anderen die Worte des Redners erfassen. Ein schoener Tag.
Und mein neues Visa hole ich morgen ab.
Lieben Gruss aus Shanghai,
euer Asmus
Montag, 26. Dezember 2011
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr
ich wuensche euch allen ein gesegnete Weihnachtsfest und einen guten
Rutsch ins neue Jahr.
Ich war dieses Jahr zum ersten Mal in einem Weihnachtsgottestdienst in
Shanghai.
Da die deutschsprachige Gemeinschaft hier so gross ist haben wir auch
einen deutschsprachigen Gottesdienst.
Und dort bin ich nun am 24. Dezember um 15:00 Uhre Ortszeit gewesen.
Das erste was mir aufgefallen war ... das ich nicht eine Person kannte.
Und das obwohl die nicht gerade kleine Kirche bis zum Rand gefuellt war.
Ich sollte in Zukunft mehr deutschsprachige Menschen treffen.
Das zweite was dann auffaellt ist das Durchschnittsalter und der
anzusehende Reichtum der Kirchengaenger. Hier gehen halt grossenteils
besserverdienende Menschen zum Gottestdienst. Expats. Das hat sich dann
auch bei dem Gesang bemerkbar gemacht. Wenn in Deutschland die aelteren
Menschen durch Textsicherheit den Gesang tragen, dann ist in SH
spaetestens in der zweiten Strophe die Lautstaerke des Liedes stark nach
unten gegangen.
Auch wurde am Anfang des Gottestdienstes darauf verwiesen das man sein
Handy doch bitte ausschalten moege, so lange man nicht gerade einen
Millionenauftrag erwartet. So was habe ich in Deutschland auch noch
nicht in einer Kirche gehoert.
Alles in allem war es aber doch ein sehr schoener Gottestdienst und es
hat mir und meiner Seele sehr gut getan die eigene Kultur zu leben und
erleben. Denn ob die Politiker und irgendwelche anderen Leute nun wollen
oder nicht - das Christentum ist in Europa ein sehr wichtiger
Kulturtraeger. Das merkt man besonders wenn man im nichtchristlichen
Ausland lebt.
Es war bestimmt nicht mein letzter Gottesdienstbesuch in Shanghai.
Sonntag, 11. September 2011
Heute vor 10 Jahren
Es stimmt, die Welt war auf einmal nicht mehr wie sie zuvor noch war. Viel hat sich geändert. Ich denke viel zum Schlechten. Aber es soll hier und heute nicht um Politik gehen ...
Am 11. September 2001 saß ich gerade an meinem Arbeitsplatz (Studierendenstudio) an der FH. Ich weiß nicht mehr woran ich gearbeitet hatte, aber es war ein ruhiger Tag. Es waren nicht viele Leute da. Ich habe über meinen PC Internetradio gehört als die ersten Meldungen reinkamen.
Es war gespennstisch, da man am Anfang ja noch gar nicht genau wußte was passiert war. Ich war auf dem Weg Architekt zu werden, und da wird dann sozusagen Live vor meinen Ohren ein Wahrzeichen meiner Berufsgruppe zerstört. Und erst langsam nahm ich war was es wirklich bedeutet hat. Die Menschen welche sich in den Gebäuden befunden haben ... die Menschen die sich um die Gebäude befunden haben. Und die vielen Verwandten und Freunde ....
Da ich aber am Anfang ja nur Radio gehört hatte waren all diese Bilder noch fern.
Ich bin dann in unseren Studio herum gelaufen und habe meine Kommelitonen angesprochen ob sie schon von den Neuigkeiten gehört hätten. Die meisten hatten es nicht da sie gerade nicht Radio gehört hatten.
Was ich aber noch genau weiß das es an einem Dienstag war.
Wir sind also am Abend in die 'Kapelle' (einen Unterrichtsraum der Uni) gefahren um zu schauen wer noch so kommt. Und es waren tatsächlich Studenten dabei die den ganzen Nachmittag nichts von dem Unglück gehört hatten. Uns allen war der Schock denke ich stark anzumerken. Wir waren eine kleine Gruppe an diesem Dienstag Abend. Dennoch und gerade deshalb haben wir uns entschieden den Unterricht durchzuführen. So musste an diesem Abend niemand alleine den Abend mit seinen Gadanken verbringen. Ich denke es war die ruhigste Unterrichtseinheit die ich jemals hatte.
Die Tage dannach waren vom Gedankenaustausch geprägt. Ich weiß nicht was ich die Tage danach gemacht habe. Nur eine kleine Erinnerung habe ich noch. Eine Studentin aus meiner Taiji Gruppe war zum Zeitpunkt der Anschläge in Kanada und hat uns ein/ zwei Tage später per Mailverteiler ihre Eindrücke aus Kanada geschickt. Spätestens von da an war für mich ganz persöhnlich klar das dieses Ereigniss nicht nur die USA und meinen kleinen Kosmos in Trier verändert hatte, sondern die ganze Welt. Die Welt war nicht mehr das was sie vorher war.
Dienstag, 9. August 2011
Die musikalische Liebe
Leider gibt es da Magazin nicht auf englisch und nicht in China. Ich habe da natürlich schon nachgefragt.
Aber gerade habe ich etwas anderes hier gefunden. Ein Radiosender der nur Liebeslieder spielt. Ist das nicht was für die Seele.
Hier der Link: http://tunein.com/radio/Shanghai-China-r100610/?qlc=1 und dann einfach bei Love Radio auf Hören klicken. Sind aber alles chinesische Songs ;-)
Die Website enthält im übrigen auch viele andere Radiosender rund um die Welt.
In diesem Sinne ... allen nachträglich einen schönen chinesischen Valentinstag (war am vergangenen Samstag)
euer Asmus
Samstag, 16. April 2011
Bob Dylan and the Driving License
Da geht jemand ins Aulsand und Freunde und Bekannte sind erstaunt das man dort wo man hingeht auch leben kann.
Und am Ende stellt sich heraus das man es sogar richtig gut kann. - Nur ein Gedanke.
Klar, in Deutschland habe ich schon seit vielen vielen Jahren einen Führerschein. Aber nun mache ich ihn in China noch einmal.
Um erlich zu sein ... in der ersten Prüfung bin ich knapp durchgefallen. Nun darf ich am 27. April zum zweiten Versuch.
Was muss man machen? Zum Glück keine Fahrprobe, sondern 'nur' eine theoretische Prüfung. 100 Fragen aus 1500 möglichen Fragen.
Hört sich erstmal machbar an. Wenn es nicht zwei kleine Probleme für mich gäbe. Zum einen ist die Prüfung auf englisch, zum Zweiten sind die Fragen nicht gut übersetzt worden. So muss ich also in teilweise falschen oder missverständlichem Englisch eine Prüfung in 45 Minuten ablegen. Beim letzten Mal 80 von 100 Fragen richtig beantwortet, das waren 10 zu wenig ;-)
Man kann die Prüfung im übrigen auch auf Deutsch ablegen. Allerdings wurde mir von der zuständigen Behörde davon abgeraten, da die Übersetzung ins Deutsche wohl absolut unverständliche währe. Wohl bemerkt, die Behörde selbst hat davon abgeraten.
Und am 8. April war ich bei Bob Dylan Live in Concert. Hier in Shanghai. Es war ein tolles Konzert. Als ich hörte das er eine Genehmigung für Peking bekommen hatte war es nur eine Frage der Zeit das die Genehmigung für SH kam. Und so habe ich dann auch sofort zugeschlagen als die Tickets verkauft wurden. Schon ein toller Musiker, auch live.
Allerdings werde ich mich nur ungern daran gewöhnen ein Konzert im Sitzen zu hören. Da rockt die Bühne und die Menschen sitzen als ob sie zuhause vor der Stereoanlage sitzen. Ne', da lobe ich mir doch die Deustche Konzert Kultur mit Konzerten im Stehen und ohne Stühle. Wenn ich mir vorstelle die Rollig Stones damals in Wolfsburg im sitzen zu sehen ... Wäre einfach nicht das gleiche gewesen.
Gut das nun die OpenAir Zeit beginnt und wir in SH auch mehr und mehr Open Air Konzerte bekommen.
Was ist sonst noch passiert?
Meine kleine Cousine ist nicht mehr ganz so klein und lernt ganz nebenbei Chinesisch. Und derzeit ist sie für drei Monate im Reich der Mitte. Natürlich haben wir uns auch schon getroffen. Schön das ich nicht das einzige Familienmitglied mit Hang zu China bin.
Auf Grund der Reaktor Katastrophe in Japan war hier in China für einige Tage kein Salz mehr zu kaufen. Es gab wohl im chinesischen Internet eine Meldung das man sich mit Jod-Salz vor Radioaktivität schützen kann. Na, wie dem auch sei. Ich habe davon erst erfahren als alle Regale leer waren und mich eine chinesische Freundin darauf aufmerksam gemacht hat. Gut das ich gerade kein Salz brauchte.
Im übrigen wird man hier genauso schlecht informiert wie in deutschen Nachrichten. Am ende verlasse ich mich dann lieber aus dem Mix von internationaler Presse und meinen eigenen guten Verbindungen in ganz Ost-Asien.
Ich hoffe nur das die Ostermärsche dieses Jahr von den Menschen in Deutschland dazu genutzt werden um ihren Unmut gegenüber der Atomkraft auszudrücken. Wenn es diesen Unmut überhaupt gibt. Großes Fragezeichen!
Ich habe mal wieder meinen Arbeitgeber gewechselt. Leider ist nicht überall wo 'made in Germany' drauf steht auch das Versprochende drin. Gilt leider auch für Deutsche Architekturbüros. Wie schon so oft zuvor konnte ich mal wieder feststellen wie leichtgläubig deutsche Unternehmer mit Ihrem Knowhow und Markennahmen umgehen.
Nun bin ich in ein chinesisches Office gewechselt. Das ist Chinesisch und will das auch nicht verbergen. Wozu auch? Mit ca. 400 Mitarbeitern gehört es zu den Top 5 in Shanghai und baut so ziemlich alles was Commercial in SH ist. Ich bekomme meine eigenen Projekte und bin in einem Team aus Chinesen und verschiedenen Europäern. Ich bin nun eine gute Woche dort und fühle mich richtig wohl.
Also bis zum nächsten Mal,
Dienstag, 8. Februar 2011
Ein frohes Hasen Jahr
Leider komme ich viel zu wenig zu meinem Blog. Ich habe mir zwar fest vorgenommen das in diesem Jahr wieder zu ändern, aber ich merke schon wie schwer das wird. Aber wie sagt man so schön? Die Hoffnung stirbt zu letzt.
Die letzte Woche hatten wir hier nationale Feiertage wegen dem Neujahrsfest. Also eine Woche lang mal nichts tun. Naja, ich wäre nicht ich, wenn ich die ganze Zeit nur rumgesessen hätte. Und so war ich natürlich ein wenig feiern mit Freunden, war zum Tango tanzen und habe endlich mal wieder ein paar Stadtbummel gemacht und mir ein wenig die Stadt angeschaut.
Was gibt es sonst so zu berichten? Ich arbeite noch immer als Architekt und noch immer meistens an Hotel Design. Und nebenbei mache ich immer mal wieder berufliche Ausflüge zum Schmuckdesign und ab März auch in Richtung FengShui Beratung. Werde nun endlich mal eine Ausbildung zum FengShui Berater anfangen.
Schmuckdesign für eine kleine italienische Firma. Fengshui mit einer indischen Fengshui Beraterin. Leider bringt beides bisher kein Geld ein, aber es macht einfach viel Spaß und ist eine gute Kreative Alternative zum Architekten Alltag. Ok, über diese beiden Projekte gibt es bestimmt schon bald eine Menge mehr zu berichten. Und das werde ich dann auch tun.
Mittwoch, 28. Juli 2010
Schoene verrueckte Welt
leider komme ich viiiiiel zu selten sum Schreiben und dabei passiert eigentlich immer irgendetwas.
Heute habe ich aber mal einen ganz besonderen Anlass fuer eine kleine Randnotiz aus dem heissen Shanghai.
Wie ja die meisten wissen sollten haben wir derzeit die Welt EXPO in Shanghai zu besuch. Und in diesem Zusammenhang gibt es auch einen argentinischen Pavillion. Und da ich nun ja schon seit einiger Zeit Tango tanze ... und Tango, Shanghai und Argentinien ... das macht zusammen eine ganz besondere Milonga.
Die erste ueberhaupt jemals stattgefundene Milonga in einem argentinischen Pavillion auf einer Welt EXPO ... und ich werde heute Abend daran teilnehmen. Heute Abend werde ich mit vielen anderen Tangotaenzern im argentinischen Pavillion Tango tanzen, weahrend um uns herum die 'normalen' EXPO Besucher laufen und sich den Pavillion anschauen. Ich bin schon sehr gespannt und hoffe das irgendjemand Bilder macht. Ich werde diese dann nachreichen.
Euch allen einen lieben Gruss aus dem sehr warmen SH,
Asmus
Freitag, 19. Februar 2010
Happy chinese new year
Donnerstag, 1. Oktober 2009
60 Jahre VR China
Montag, 10. August 2009
China Absurdistan
Mittwoch, 22. Juli 2009
Sonnenfinsternis
Samstag, 11. Juli 2009
noch mehr Zensur
Donnerstag, 28. Mai 2009
chinesische Angst, vor was auch immer ...
Samstag, 2. Mai 2009
noch 365 Tage
Tja, da haben sich die Verantwortlichen ja was ausgedacht. Was nächstes Jahr hier in SH so los sein wird konnte man gestern schon ein wenig spüren. Bei absoluten Traumwetter mit Sonne und Maifeiertag war so ziemlich jeder Chinese aus und um SH in der Innerstadt von SH unterwegs. (Die Expo wird am 1.05.2010 eröffnet)
Und das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Ich also los zu Fuß in Richtung Bund (altbekannte Uferpromenade von SH). Wie schon befürchtet war auf dem Weg die Hölle los. Was ich aber noch nicht wußte, das der Bund inzwischen komplett under construction ist und damit es nicht zu eng da oben wird, hat man ihn kurzerhand in einen Einbahnweg geändert. Auf der Südseite war alles von Polizisten abgesperrt und es war kein durchkommen. Ok, für mich als Shanghainese kein Problem, da ich andere Wege kenne. Aber für die abertausenden von Touristen (Inn- und Ausländer) war das schon ein Problem, denn die irrten nun parallel zum Bund umher und suchten nach einem Weg ans Wasser.
Ich bin kurzer Hand in die U-Bahn gestiegen und bin auf das andere Flußufer gefahren. Erstens nicht so voll, zweitens Cafe's in denen man verweilen kann und ... und dann war da ja auch noch die Sonne. So habe ich dann den ganzen Vormittag in der Sonne gessesen, Kaffee geschlürft und Menschen beobachtet. Und meine erste Farbe in diesem Jahr im Gesicht bekommen :-)
Ja, in solchen Momenten muss man SH einfach lieben.
Aber eins weiß ich jetzt schon, nächstes Jahr werde ich ganz früh aufbrechen, mir irgendwo ein nettes Sitzplätzchen suchen und einfach die Menschenströme beobachten.
Der Bund wird im übrigen richtig schön. Einen kleinen Einblick kann man schon heute bekommen wenn man auf der Pudong-Seite ist und sich mal den südlichen neuen Teil des Bundes übers Wasser hinweg anschaut. Die Promenade bekommt mehr Nähe zum Wasser (wird tiefer gelegt) und unsgesamt wird der fußläufige Bund auch verbreitert und modernisiert. Ich glaube das wird richtig schön.
Achso, und heute Nacht kommt meine kleine Schwester Jule in SH an. Sie bleibt für drei Wochen in China und ich bin mal gespannt was so ihr Eindruck als Touristin ist. Vielleicht kann ich sie ja überreden hier auch was zu schreiben.
So, noch schnell ein paar Bilder von gestern hochgeladen. Zu finden wie immer in CityZooms Shanghai unter. Klick hier!
Und noch ein Link zur Website für den deutschen Beitrag zur Expo.
Die chinesische offizielle Seite zur Expo findet ihr hier auf englisch.
Leider habe ich für das Hamburg Haus keine eigene Website finden können. Ja, ihr habt richtig gelesen, die Hamburger als Partnerstadt von SH haben ihrer eigenen Pavillion (Haus) auf der Expo 2010.
Bis bald,
euer Asmus
Montag, 20. April 2009
ich bin Online
es ist soweit, ich bin online! Na und, war er das nicht die ganze Zeit schon?
Aber nun bin ich in meinen eigenen vier Wänden online. Seit mitte März lebe ich in einem kleinen aber feinen Appartment (es ist wirklich sehr klein) im Zentrum von Shanghai.
Zentrum bedeutet in diesem Falle zehn Gehminuten vom people square. Noch mehr Zentrum geht für das Geld nun wirklich nicht. Ok ok, ich gebe zu, es geht noch mehr, aber dazu muss man dann zu zweit wohnen, um sich die Miete zu teilen,und das ist halt in nächster Zeit noch nicht geplannt. Kann ja aber noch kommen.
Was ist so alles in letzter Zeit passiert. Ähhhhh ...
Na, vor allem hatte ich meinen ersten Auftritt als Tangotänzer. Die Tango Bang hat ihren ersten Geburtstag gefeiert und insgesamt sieben Paare haben zusammen eine kleine Performance einstudiert. das hat mal richtig spass gemacht. Bilder gibt es dazu auch schon im Netz und auch einen Film. Werde die Links nachreichen.
Dann habe ich wieder intensiver mit dem Klettern angefangen. Auch wenn indoor am Shanghaistadium nicht das selbe ist wie Igel bei Trier. Aber Spass mit ein paar Freunden die Wand zu drücken haben wir schon.
Ostern wurde hier nicht gefeiert. Ist glaube ich auch das einzige westliche Fest das noch nicht in China angekommen ist. Obwohl, ich habe sogar in einem Importladen (ja, sowas gibt es hier immer noch) Schokohasen gesehen.
Ah, und gestern habe ich Vanilie-Puddingpulver gekauft, natütlich von Dr.O..... und wenn ich nun noch den richtigen Saft finde gibt es demnächst die erste Rote Grütze nach Familienrezept. *freu*
So, hoffe dfas ich nun wieder häufiger schreibe. HAbe einige Bilder nachzureichen und auch noch ein paar mehr Infos. Wünsche aber erstmal eine gute Nacht.
Euer Asmus
Donnerstag, 19. März 2009
update
hier mal ein kleines update meines Lebens.
Sein eineinhalb Wochen habe ich ein neues Domiziel. Endlich habe ich mein eigenes Appartment, mitten in Shanghai. Fuer alle die Shanghai kennen, es liegt in der Maoming Bei Lu.
Klein aber mein :-)
Die Arbeit schmeckt mal mehr mal weniger. Aber das ist ja ueberall das Gleiche. Und immerhin habe ich noch arbeit. Weltweit werden die Hotels runtergefahren und kaum noch neue gebaut. Da kann ich mich gluecklich schaetzen einen Klienten zu haben der sein Hotel auf jeden Fall fertig bauen will. und auch der Oporater moechte das Hotel auf jeden Fall ende 2010 in Betrieb nehmen. Es gibt also noch einiges fuer mich zu tun.
Und dann war da noch Taiji - Ich gebe wieder Taiji-Unterricht. Diesmal in einer Tango Schule, ist doch mal was anderes. Aber der Raum ist wirklich sehr gut und ich freue mich schon darauf am 4. April meinen ersten Kurs ganz auf englisch zu starten.
Ansonsten war ich die letzte Zeit ein wenig zu busy und ich freue mich schon auf das naechste Wochenende, wo ich einfach mal relaxen kann.
Und vielleicht schaffe ich ein paar Bilder von meiner neuen Bleibe zu machen und die dann einzustellen.
Bis dahin. Alles Liebe aus Shanghai,
Asmus
